HÖRSPIEL - Neues Projekt

Lust am Mitmachen? Hier ist's möglich!

Absurde Dialoge.

Hallo!

Vor einigen Jahren hat ein Profi meine Kurzgeschichte 'Das Grauen' (siehe www.e-stories.de) als Hörspiel vertont. Das Ergebnis hat mich mehr als positiv überrascht und ich denke, das Hörspiele immer mehr an Bedeutung gewinnen. 

Nun also möchte ich mit einigen Leuten, die sich zutrauen, dieses Projekt technisch und personell mitzutragen, ein neues Hörspiel vertonen. Offen sind noch die Fragen, welche Geschichte zu vertonen ist und wer welche Sprechrolle übernimmt. Außerdem ist es natürlich wichtig, Kontakte zu knüpfen, um professionelle technische Hilfe in Sachen Ausrüstung/Tonstudio zu erhalten.

  • Wer also hat selbst Lust, sich in irgendeiner Form zu beteiligen?
  • Wer kennt wen, der wen kennt, oder hat selbst die Möglichkeit, technisch zu helfen?
  • Wer traut sich zu, Sprechrollen zu übernehmen?
  • Wer hat Ideen und Vorschläge, die dieses Projekt sinnvoll ergänzen?

Eine meiner Ideen:

Mich würde es reizen, absurde Texte zu vertonen. Mir gefallen Geschichten, die auf den ersten Blick vollkommen irre und auf den zweiten Blick immer noch vollkommen bekloppt erscheinen und erst beim dritten oder vierten Nachdenken jene Absurdität offenbaren, die gleichzeitig den Irrsinn unserer oftmals ignoranten Gesellschaft und deren Egoismen deutlich machen. Ein Beispiel ist meine Kurzgeschichte 'Das Gespräch zweiter ehemaliger Sportreporter', die ebenfalls auf e-stories zu lesen ist.

Wem das Nachlesen dort zu aufwendig ist, der kann die Geschichte auch hier lesen und sich ein eigenes Urteil bilden, ob solch eine Absurdität Thema einer Vertonung sein könnte. Natürlich bin ich offen für jede Kritik, für alternative Ideen und auch für ergänzende Vorschläge. Es folgen also zwei Kurzgeschichten mit absurden Dialogen:

1. Gespräch zweier ehemaliger Sportreporter

„Haben Sie auch das Spiel gesehen?“
„Das Spiel? Welches Spiel denn?“
„Na, das Spiel, wo die immer so laufen und mit so einem Dings da...“
„Schach?“
„Heißt das so? Na gut. Haben Sie das Schachspiel gesehen? Spannend, was?“
„Ich hasse Schach. Tippe immer aufs falsche Pferd.“
„Tut mir leid. Ehrlich. Treiben Sie sonst noch Sport? Vielleicht Judo?“
„Judo? Wo die immer wie die Doofen im Kreis fahren und einen Höllenlärm produzieren?“
„Nee, das ist glaube ich Golf. Ich meine aber diesen Sport, bei dem Gewichte gestemmt werden.“
„Ach so. Dann meinen Sie wahrscheinlich Handball.“
„Ja. Handball. Elfmeter. Südkurve. Boxenstop. Genau. Handball.“
„Das ist aber Tennis, was Sie beschreiben.“
„Tennis? Sie spielen Tennis?“
„Gelegentlich. Ist mir aber zu gefährlich.“
„Wegen der Abgase?“
„Ach was. Wegen dem Wasser. Ich kann nicht schwimmen!“
„Oh weh! Tut mir leid. Kriegsverletzung?“
„Sportunfall.“
„Im Krieg?“
„Im Schwimmbad.“
„Was Schlimmes?“
„Grippe. Von der ganz schlimmen Sorte. Drei Monate Gips. War hart für mich!“
„Gips? Ich hatte schon mal die Masern!“
„Und?“
„Sind mir amputiert worden. Alle beide!“
„Armes Schwein.“
„Vegetarier.“
„Malaria? Auch noch? Sie sind ja echt gestraft!“
„Irrtum. Das wurde nicht bestraft. Bewährung. Zwei Jahre.“
„Glück gehabt.“
„Und? Haben Sie nun das spiel gesehen?“
„Am Mittwoch?“
„Nein, um 16.00 Uhr.“
„Vormittags?“
„Zweimal täglich. Hat mein Arzt gesagt. Erst die blauen und dann die roten Tabletten.“
„Rot und Blau? Ist das dann nicht Grün?“
„Tut mir leid. Ich war nie besonders gut in Kopfrechnen...!“
„Kein Problem. Ich hatte in Sport auch immer eine Sechs.“
„Wegen dem Spiel?“
„Welchem Spiel denn?“
„Keine Ahnung. Ich dachte, Sie wüssten es?“
„Ich? Ich hab jetzt keine Zeit mehr. Muss los.“
„Gehen Sie spielen?“
„Nein. Kommen Sie mit?“
„Spielen?“
„Natürlich. Haben Sie die Boxhandschuhe dabei?“
„Könnten Sie mir vielleicht Ihre leihen?“
„Meine? Warum?“
„Ich sehe nichts ohne Boxhandschuhe. Altes Kriegsleiden.“
„Na gut. Aber ich darf zuerst schießen, ja?“
„Klar. Ich versteh ja gar nichts vom Reiten...!“
„Na, dann mal los, Heribert!“
„Genau! Auf in den Kampf, Marcel!“

2. Absurder Dialog

„Haben Sie bitte Feuer für mich...?“

„Ich rauche nicht. Tut mir leid.“

„Ich wollte nicht wissen, ob Sie rauchen... – ich wollte lediglich Feuer von Ihnen!“

„Verstehe. Aber ich habe kein Feuer, da ich ja nicht rauche.“

„Ich rauche auch nicht. Trotzdem brauche ich Feuer. Sie haben also kein Feuer für mich?“

„Das sagte ich ja bereits, oder?“

„Kein Grund, aggressiv zu werden...!“

„Ich bin nicht aggressiv. Ich bin nur ärgerlich, weil Sie sich wiederholt haben!“

„So etwas macht Sie ärgerlich? Sie sind wohl sehr empfindlich, wie?“

„Nicht empfindlich, aber sensibel.“

„Sie sind sensibel?“

„Sie wiederholen sich schon wieder!“

„Verzeihen Sie bitte. Ich wollte ja nichts anderes, als Sie um Feuer bitten.“

„...und ich sagte bereits, dass ich kein Feuer habe, weil ich nicht rauche!“

„Verstehe. Sie wollen mir also nicht helfen?“

„Das ist keine Frage des Wollens – sondern des Könnens! Ich kann nicht, da ich ja nicht rauche!“

„Weshalb rauchen Sie nicht?“

„Geht Sie das etwas an?“

„Nicht direkt.“

„Auch nicht indirekt!“

„Verstehe. Gehe ich Ihnen auf die Nerven?“

„Viel fehlt jedenfalls nicht, wenn ich ganz ehrlich bin!“

„Ich würde jetzt sehr gerne eine Zigarette rauchen.“

„Tun Sie’s doch!“

„Ich habe kein Feuer dabei. Außerdem bin ich ja auch Nichtraucher, wie Sie!“

„Sagten Sie nicht, dass Sie gerne eine Zigarette rauchen würden?“

„Na und?“

„Aber Sie rauchen doch nicht!“

„Das habe ich nicht gesagt. Ich meinte nur, dass ich Nichtraucher bin!“

„Ist das nicht das Gleiche?“

„Für den Einen ja – und für den Anderen nein. Wie man’s nimmt.“

„Seltsame Logik. Möchten Sie nun rauchen oder nicht?“

„Ich möchte. Ich tue es aber nicht, da ich ja Nichtraucher bin.“

„Und wofür möchten Sie dann Feuer von mir haben?“

„Interessiert Sie die Antwort wirklich? Ernsthaft? Sind Sie tatsächlich interessiert?“

„Wenn Sie mich so direkt fragen... Ja! Aber Sie müssen natürlich nicht antworten.“

„Möchte ich aber.“

„Dann tun Sie’s doch auch!“

„Was soll ich tun?“

„Antworten!“

„Auf welche Frage bitte?“

„Sie sind wohl ein wenig vergesslich, oder?“

„Weshalb?“

„Weil Sie meine Frage bereits wieder vergessen haben, die ich eben gerade erst stellte!“

„Sie stellten eine Frage? Wohin?“

„Was?“

„Wohin stellten Sie die Frage?“

„Wohin? Wie kann man denn eine Frage irgendwo hin stellen?“

„Man kann sie zum Beispiel an den Anfang eines Dialoges stellen. Oder ans Ende.“

„Sie überfordern mich mit Ihren Gedanken!“

„Ich habe nichts gefordert. Ich habe Sie nur um Feuer gebeten!“

„Ich weiß.“

„Und?“

„Und was?“

„Haben Sie nun Feuer?“

„Selbstverständlich habe ich Feuer.“

„Seht schön.“

„Möchten Sie Feuer haben, um sich eine Zigarette anstecken zu können?“

„Nein. Ich rauche nicht.“

„Sind Sie sicher?“

„Nein. Aber ich glaube fest daran.“

„Darf ich Ihnen trotzdem Feuer geben?“

„Aus welchem Grund?“

„Nur so. Einfach... nur so. Ohne Grund. Mehr als Geste, wenn Sie verstehen...!“

„Warum nicht. Ja. Ich würde gerne Feuer von Ihnen annehmen.“

„...wenn ich Feuer hätte.“

„Haben Sie nicht?“

„Nein. Ich rauche nicht.“

„Ich rauche auch nicht.“

„Sie sind also Nichtraucher?“

„Nein. Ich rauche nur nicht. Da ist nicht immer das Gleiche.“

„Interessant. Wissen Sie wohl, wie spät es ist?“

„Natürlich.“

„Fein.“

„Möchten Sie’s wissen?“

„Nein.“

„Dann wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag.“

„Dürfte ich Sie – bevor Sie gehen – um einen Gefallen bitten?“

„Ja?“

„Dürfte ich wohl Feuer von Ihnen bekommen?“

„Natürlich. Es ist jetzt genau Sieben Uhr achtzehn.“

„Vielen Dank. Bitte grüßen Sie Ihre Frau von mir.“

„Ich bin nicht verheiratet.“

„Das macht nichts. Darf ich Ihnen vielleicht eine Zigarette anbieten?“

„Gerne. Haben Sie auch Feuer...?“

 

Soweit, SoHEID erst einmal. Bitte mailt mir und schreibt, was Ihr von meiner Idee haltet.


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