Meine VerrücktHEIDten

mehr als nur 'etwas' verrückte Reime und Gedichte

 

Seit fast vierzig Jahren schreibe ich zu meinem und hoffentlich Eurem Vergnügen Reime und Gedichte.

Hier also eine kleine, wirklich sehr kleine Auswahl dieser amüsanten Texte. Viel Spaß!

Auch das noch...

Habe mir ein Bein gebrochen
und mir in den Arm gestochen.
Hab mir in die Hand geschnitten,
bin bei Glatteis ausgeglitten.
Fühle mich total verbraucht,
habe mir den Fuß verstaucht
und das Blut aus meiner Nase
tropft genau wie meine Blase.
Dann der Krampf in meiner Galle;
dieser Schwindel und ich falle
auf den Kopf und schlage hin
und schon wieder auf das Kinn!


Weil zum zweitenmal getroffen,
klafft mein Kinn nun weit und offen
auseinander und ich schreie,
weil ich mir das nie verzeihe,
daß ich wieder mal vergaß:
auf dem Boden lag noch Glas!
Auch die Scherben, die da lagen
stecken nun in Kopf und Kragen;
selbst im Hals und auch sehr bitter,
in den Augen steckten Splitter!

Eigentlich die reinste Qual!
Gliederschmerz auch genital!
Und besonders, was ein Mann,
immer gut gebrauchen kann,
ist bei mir, ich armes Schwein,

abgebrochen und – zu klein!

Toni

Alles Gute gibt’s bei Toni:
Parmaschinken, Cannelloni,
Pasta, Pizza und Pastete;
alles gibt’s für reichlich Knete.
Doch viel mehr als Makkaroni
wird serviert vom guten Toni:
kaum ist sein Lokal geschlossen
wird auch a la carte geschossen!
Dunkler Mann mit Sonnenbrille,
dunkle Nacht in Grabesstille;
Arm in Arm mit seiner Rose,
wird nun Toni zum Mafiosi!
Rosi heißt sein Ballermann;
damit ballert Toni dann.
Kaum zu hören, fällt ein Schuss...
Ab die Leiche in den Fluss!
Dann, am Morgen, gegen Neun
Kann sich wieder jeder freu’ n:

Alles Gute gibt’s bei Toni,
Parmaschinken, Cannelloni.

Eines Morgens vor zwei Wochen
wollte Toni wieder kochen.
„Heute kommt der Boss Canetti;
heute koch ich ihm Spaghetti!
Vorher eine feine Suppe
für den Boss und seine Puppe.
Zu dem Essen roter Vino
und danach den Cappuccino...!“

Toni dachte grade nach,
als die Vordertür zerbrach.
Zwei, so groß wie ganze Pferde
drückten Toni auf die Erde.

„Neuel Boss heißt Cum Ling Tu;
altel Boss ist tot wie Du!“

„Ausgerechnet die Chinesen...“
dachte Toni „...sind’s gewesen!“
Weiter hat er nicht gedacht,
denn da hat’s schon ‚PENG!’ gemacht.

Damit komme ich zum Schluss
und der Toni...

...in den Fluss!

 

Ende

Jacke zerschlissen
Hose zerrisssen
Endlich was essen
Zahlen vergessen
Vom Köter gehetzt
Alles zerfetzt
Bleiben die Socken
Einsatz beim Zocken
Füße erfroren
Schuhe verloren
Zu guter Letzt
Mantel versetzt
Wie überwintern
Kälte am Hintern
Kälte auch vorn
Noch was erfror’n
Völlig versinken
Essen und trinken
Dafür kein Geld
Grausame Welt
Schuhe zu klein
Passe nicht rein
Immer das Hungern
Immer das Lungern
Lieber zur Stütze
Falle in Pfütze
Alles durchnässt
Stinke wie Pest
Völlig am Ende
Blutige Hände
Spüre die Knochen
Doppelt gebrochen
Werde getragen
Liege im Wagen
Krankenhaus
Wieder raus
Hab kein Geld
Schlechte Welt
Kann nicht mehr
Will nicht mehr
Falle hin
Wo ich bin
Deckel zu
Stille, Ruh
keine Not

Mausetot...

Gastgeber

Gäste sind stets gern gesehen,
wenn sie nach dem Kommen - gehen
und wenn sie als Gastgeschenke
Blumen, Pralinés, Getränke,
Gold und Silber und auch Scheine,
Wertpapiere, Edelsteine,
brav und artig hinterlassen,
ohne etwas anzufassen!

Gäste sind stets gern gesehen,
wenn sie statt zu sitzen - stehen
und wenn sie nur nichts verschmutzen,
weil sie Tisch und Stuhl benutzen.
Ferner bleiben für die Gäste
nur vom Feste alte Reste,
was serviert mit trocken Brot,
heißt, daß nun der Abschied droht!

Gäste sind stets gern gesehen,
wenn sie den Befehl verstehen,
nach diversen Hausarbeiten
wieder aus dem Haus zu gleiten
und sich ohne Lärmen, Krachen,
schleunigst aus dem Staube machen.
Die Moral der Gästekunde:

klappt es nicht, befreit die Hunde!

 

Knospen

Der Körper einer schönen Frau
besteht zwar auch aus Unterbau,
doch bringen jeden Mann zum Schwitzen,
die zart geformten Busenspitzen!

Die Lippen sich wohl jeder leckt,
nach dem, was sich so keck erstreckt
und keiner kann sich richtig zügeln,
beim Anblick von zwei Pfirsichhügeln!

Wie samt die Haut zu streicheln ist,
so daß man die Vernunft vergißt.
Wie weich die Rundung übergeht,
bis hin zur Spitze, wenn sie steht!

Du Busen, oh, du Tal der Wonne,
wie Gold wird deine Haut bei Sonne!
Laß Perlen mich des Schweißes kosten,
von deinen hoch gestreckten Knospen.

In deine Nähe will ich flüchten,
den Kopf versteckt an deinen Früchten
und danken der Naturen Launen,
den wunderschönen, dunkelbraunen!

Wenn vor Erregung sich erhebt,
was mir mit Lust entgegen schwebt,
dann sind es Brüste einer Frau,
mit Schweiß bedeckt, wie Morgentau!

An dieser Stelle sei berichtet,
das schönste Träumen wird vernichtet,
entpuppt der Traum sich in der Tat
als gut gemachtes Implantat!


Aus Silikon, wie ich das hasse,
erfühle ich nur

Glibbermasse!

 

Nicht pusten!

Alte Meister malten alle
dicke, weiche, satte, pralle
Hinterteile und auch Becken,
um des Mannes Lust zu wecken!

Heute ist das Lustsymbol
spindeldürre, beinahe hohl,
ist verhungert und komplett
ohne Formen, wie ein Brett!

Rubens, der die Frauen malte,
nicht nur, weil man ihn bezahlte,
malte gerne Weiblichkeit
korpulent und beckenbreit!

Eine Frau aus Rubens Sicht,
zeigte ihre Knochen nicht,
weil sie wußte, daß ein Mann
sich da dran verletzen kann!

Wo sind nur die Zeiten hin,
wo man gar ein Doppelkinn
und ein Bauch und volle Brüste
liebevoll und zärtlich küsste?

Scheinbar gilt es heut als schön,
durch die Frau hindurch zu sehen
und zu winken, wenn sie fliegt,

weil sie überhaupt nichts wiegt!

 

Das letzte Blatt

Das letzte Blatt fällt vom Baum.
Es tanzt im Wind des Herbstes
und verliert sein Leben.

Das letzte Blatt lässt sich tragen.
In ihm die letzte Heiterkeit
und die letzte Hoffnung.

Das letzte Blatt liegt am Boden.
Inmitten von Tausenden Blättern,
die den Winter erwarten.

Das letzte Blatt ist tot.
Der Schnee deckt es liebevoll zu
und weiß genau:

Das letzte Blatt ist ein Teil vom Leben.
Es wird wiederkommen
und es wird wieder

im Herbstwind tanzen...


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